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MSG und Asthma wie ist die Beweislage?
WOODS, R. K. Department of Epidemiology &
Preventive Medicine, Monash University
Der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat (MSG) wurde erstmals im
Jahr 1968 mit allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht, als Dr. Kwok in einem Brief an das New
England Journal of Medicine erläuterte, wie er sich nach dem Essen in einem chinesischen Restaurant
gefühlt habe. Ein möglicher Zusammenhang zwischen MSG und Asthma wurde ebenfalls erstmals in einem
Brief an das New England Journal of Medicine vermutet, und zwar im Jahr 1981 von Alien & Baker. Seitdem
wurden weltweit sechs klinische Studien zur Bestimmung des Zusammenhangs zwischen MSG und Asthma
durchgeführt und veröffentlicht. Zwei dieser Studien belegen eine Verbindung zwischen MSG und
Asthma (in einer Studie wurde bei 14 von 62 Probanden durch MSG ausgelöstes Asthma festgestellt, in der
anderen bei 2 von 30). Vier Studien mit 45 Probanden, bei denen ihren Angaben zufolge Asthma durch MSG
ausgelöst worden war, stellten jedoch keine solche Verbindung fest. Eine weitere Studie, die die Wirkung
einer Reihe von Lebensmittelzusatzstoffen bei Erwachsenen mit Asthma untersuchte, belegte in einem der
acht untersuchten Fälle durch MSG ausgelöstes Asthma. Versuche, dieses Thema zu klären, wurden durch
methodische Mängel eingeschränkt, unter anderem durch die geringe Zahl der untersuchten Probanden,
unangemessene Blinding-Verfahren, den unangebrachten Entzug von Asthma-Medikamenten, geringe
Ernährungskontrolle und die Verwendung von Messungen der Lungenfunktion unter Belastung. Jüngste
Untersuchungen der Verbindung zwischen MSG und Asthma kamen zu dem Schluss, dass kein eindeutiger
kausaler Zusammenhang zwischen MSG und Asthma hergestellt werden kann.
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